grad der erholungsbedürftigkeit.

ich will eine metta-meditation machen, öffne youtube, will „metta“ eingeben und klicke ohne genaueren blick auf das erste video.

ok. kann man sicher auch zu meditieren.

dorfrocker, „mettbrötchen“

(schön auch wie lange mein hirn versucht hat, „mett! mettbrötchen!“ in irgendeinen meditativen zusammenhang zu bringen.)

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nicht so leicht.

es ist nicht so leicht nach längerer abwesenheit wieder mal was zu schreiben und ich vermute, dass die folgenden gedanken schon zu tausenden von anderen menschen, die mal wieder was bloggen wollten, verfasst wurden.

nach langer abwesenheit wieder das wort aufzunehmen ist schwierig – es fühlt sich an wie die zahllosen jugendlichen versuche mal wieder was ins tagebuch zu schreiben. „hallo tagebuch, ich bins mal wieder.“ es ist nicht so, dass mein kopf nicht randvoll wäre mit themen die mich mäßig bis extrem annerven oder beschäftigen – es reicht im grunde ein blick in die medien-socialmedia-landschaft und es juckt im kopf und in den fingern. aber wie das mit abwesenheiten so ist – sie setzen auch sehr gut in relation. was ist nun eigentlich wirklich wichtig, wozu lohnt sich überhaupt eine positionierung, eine vertiefung, ein genauerer blick? und je länger ich darüber nachdenke umso öfter kommt mir in den sinn „nee lass mal. alles zu anstrengend.“ das ist wahrscheinlich sowieso meine grundhaltung 2017 gewesen – „nee lass mal.“ die wichtigkeiten haben sich vom aussen ins innen verschoben, zurück in meine kleine blase realen lebens. die kinder, der freund, freunde, die arbeit. die reduktion passierte nicht mit einem schlag aber irgendwie doch sehr nachhaltig. auf der anderen seite fehlt mir oft ein kanal für meine gedanken – auch das ein oft genanntes phänomen für rückkehrende blogger.

ich habe wirklich keinen blassen schimmer wie das hier weitergeht – ich frage mich auch gerade wieso das überhaupt ein thema für mich ist. aber ein ungeführter blog ist wie ein ungemachtes bett, das hält auf dauer auch kein mensch aus, ständig dieser mahnende finger, mal für ordnung zu sorgen und vielleicht ist die äussere ordnung oder unordnung ja doch ein abbild der inneren ordnung oder unordnung. was aber ziemlich sicher ist: die ambivalenz die sich hier zeigt, zeigt sich immer mehr in vielen anderen bereichen meines lebens. vielleicht ist das ja auch ein zeichen des alterns, dass sich die ambivalenzen nicht mehr so leicht wegbügeln lassen, dass man das auch nicht mehr will weil man müde ist oder überdrüssig oder es auch einfach besser aushalten kann oder ambivalenzen genau die spannung und flexibilität bereit halten, die es braucht um leben zu erfahren.

also will ich auch hier in schöner ambivalenz des „ich habe eigentlich keine ahnung ob ich das hier noch will“ und „ohne ist irgendwie auch doof“ sein – das kann man unklar oder auch einfach nur konsequent nennen.

in diesem sinne, hello again oder auch nicht.