das gute im leben am wochenende 11.-13.11.2016

es fällt mir nach letzter woche sehr schwer, im moment wieder auf diesen alltags und alles wird gut zug aufzuspringen. ich merke wie gefangen ich in den gedanken rund um die präsidentschaftswahl bin. vielleicht ist das das gute daran, dass ich merke wie ich meine im letzten jahr sehr ausgiebig gepflegte ignoranz gegenüber jeglichen politischen themen aufgebe. christian hat dazu einen sehr guten artikel geschrieben, mit weiteren guten links. ebenso empfehle ich journelles artikel „verständnis ist keine option“ und kopfzeilers „american hustle“ – ein artikel über die präsidentschaftswahl und deren ausgang aus sicht eines deutschen in den usa. desweiteren einem faz-artikel von jürgen kaune „die irrtümer der wähler-beschimpfer„. ich merke wie sehr mir angesichts der komplexität der schädel zu platzen droht, vieles geht weit über meine vorstellungskraft hinaus, manches lässt mich so erschrecken, dass ich mich nicht näher damit beschäftigen will. und dennoch muss. denn die zeit der vogelstrauss-taktik muss nun vorbei sein. zeit die filterblase zu verlassen. all diese artikel gehören für mich zum guten an diesem wochenende und in dieser zeit, zeigen sie doch die klugheit und unermütlichkeit in der auseinandersetzung mit all den facetten, die mit diesem katastrophalen wahlergebnis verbunden sind. das macht mir hoffnung.

ein sehr persönliches gutes gibts auch noch mitten in dieser zeit. die beste überprüfung, ob eine verhaltensänderung an einem selbst schon spürbar ist, ist ja das umfeld in dem man sich bewegt. und seit in letzter zeit immer öfter die rückmeldung kommt „gehts dir nicht gut? du bist so still!“ freue ich mich sehr, dass sich wohl gerade was spürbar ändert. jahrzehntelang verschüttete anteile dürfen endlich ihren platz einnehmen und bringen mich in eine gute balance. schräg, wenn das im moment bei menschen so ankommt, als ob es mir schlecht ginge. es geht mir nämlich sehr gut damit.

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4 Gedanken zu “das gute im leben am wochenende 11.-13.11.2016

  1. Hier muss ich dann doch nochmal ganz kurz den Historiker-Klugscheißermodus einschalten, wenn es um den verlinkten Artikel von Sven geht. Das würde ich nämlich so nicht stehen lassen, das hieße den Antisemitismus als Ursache für die Erfolge der NSDAP zu unterschätzen, denn für eine enorm große Zahl der deutschen Bevölkerung war Antisemitismus ein „kultureller Code“, mit dem man so ziemlich alle Probleme, die man selber hatte, in Verbindung bringen konnte und deshalb war der Antisemitismus auch ein wichtiger Grund dafür, die NSDAP zu unterstützen (nicht der Einzige, klar, aber trotzdem), für deren Make-Germany-Great-Again die Beschneidung und Vertreibung des jüdischen Einflusses (natürlich noch nicht die Ermordung) aus dem Alltag eine Grundbedingung darstellte.
    Und genauso unterschätzt man auf heute bezogen damit erstens den eben nach wie vor sehr präsenten Rassismus in Teilen des „weißen“ Amerika, das bis heute viele Errungenschaften der Bürgerrechtsbewegung entweder ablehnt, oder aber zumindest eine unzulässige Bevorzugung von Minderheiten damit in Verbindung bringt. Zweitens ist illegale Einwanderung im Verbund mit Drogenkriminalität eben in Staaten wie Texas, New Mexico oder Arizona tatsächlich ein Riesenproblem, das aus Sicht vieler dort lebender Leute nicht wirklich angegangen wird.

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