das gute am wochenende 28.-30.10.2016

herbstferienbeginn am freitag. es ist noch ungeklärt wer es nötiger hatte – die kinder oder ich. ich wage zu behaupten ich. in elternpaarbeziehungen gibt es klar getrennte rollen und bei einem getrennt lebenden paar treten diese besonders scharf hervor. diese ersten 6 wochen schule  haben unser ja eigentlich sehr gutes verhältnis auf eine echte probe gestellt – mehrere male war ich kurz davor n. einfach umzubringen. oder einzusperren. ich mach da keinen hehl draus, ihm schien es mit mir ähnlich zu ergehen was für zwei, drei wunderbar lautstarke auseinandersetzungen sorgte und dazwischen für katz-und-maus ähnliches angefauche. eine stärke von uns beiden ist diesem bedürfnis einfach auch nachzugeben, nichts liegt uns ferner als die beherrschung unserer wut in solchen situationen, da rummst es und zwar gehörig und hinterher trinken wir kaffee und erzählen uns wie scheisse wir den anderen gerade finden und ihn dennoch mögen. ich sags euch, das geht gut zusammen. jedenfalls ist meine abonnierte elternrolle die der krisenmanagerin und so war ich, aus gründen, die letzten drei wochen mit der organisation von hilfe für eines unserer kinder beschäftigt. sie konnte jetzt zwei tage vor den ferien starten und ich hoffe sie wirkt. und lustig wie man manchmal jahrelang ein  bestimmtes thema bei einem kind heraufziehen sieht – ohne schon handeln zu können, weil einfach der auslöser, die initialzündung fehlt. und dann ist sie plötzlich da und man kriegt einen heidenschreck und kann dann aber endlich reagieren. alles gut auch wenn es wahnsinnig aufregend und für mich persönlich aufreibend ist.

am samstag dann ein gespräch mit m., das so wichtig war weil ich etwas sagen konnte was mir auf der seele brannte. es war eigentlich gar nichts wildes, aber manche themen sind nicht einfach. es entspann sich ein austausch, der vieles wieder ins rechte licht rückte, der mich die dinge entspannter nehmen liess und den blick öffnete für das, was zu mir gehört und was zum gegenüber. ich bin immer wieder erstaunt, wieviel mut und offenheit mir entgegen gebracht wird und wie sehr ich das schätze und all die jahre vermisst habe, dass da jemand ist der sich öffnet und darüber spricht was in ihm ist. diese offenheit, die ich selber ja auch sehr lebe, ist für mich der boden auf der jede wie auch immer geartete beziehung funktioniert. in meinen augen nur so funktionieren kann. je älter ich werde umso mehr teilen sich beziehungen für mich in zwei kategorien – die für die es sich lohnt und für die für die es sich nicht lohnt. das hat gar nicht soviel mit inhalten oder verbrachten zeit miteinander zu tun, sondern vielmehr mit dem was mein gegenüber auch bereit ist für mich zu investieren an gedanken und auch mal für mich da sein. ich habe zb. sehr viele jahre eine freundschaft gepflegt, bei der sich seit geraumer zeit rausstellte, dass die dynamik immer einseitiger wurde. ich habe lange mit mir gerungen, wie ich darauf reagieren soll und mich entschlossen einfach mal zu schauen was passiert, wenn ich das gegenteil von dem mache was ich bisher gemacht habe. und siehe da, man ahnt es: es passiert nichts. keine reaktion, kein nachfragen, nichts. und während mich das früher  sehr beschäftigt hätte, denke ich heute ach gut! und lass den dingen ihren lauf.


der herbst ist da und ich finde das schön. der sommer war toll, geprägt von viel leichtigkeit, wunderbarem draussen-sein, aber ich mag diesen gedanken, dass die jahrezeiten ein abbild dessen sein können, was der mensch braucht: rückzug, aufbruch, wachsen, in stille sein. das hat die natur in meinen augen schon clever eingerichtet – seit ich das so verstanden habe für mich, fällt es mir leichter jeder zeit ihre bedeutung zu geben.


gebacken. erneut nach zuckerzimtundliebe und ich komme nicht umhin zu sagen, dass dieses regelmässige backen mich erzieht. ich war schon immer jemand, die mit rezepten auf kriegsfuss stand – als grundlage für meine eigenen ideen gerne, als anleitung für genauigkeit und vorgabe eher meh. das geht beim kochen immer gut, ob ich da jetzt noch sahne dazugebe oder stattdessen was anderes, ob ich da gemüse einfach austausche oder ergänze, irgendwie gelingts immer auch wenn am ende nicht immer das auf dem tisch steht was im rezept steht. beim backen geht das nicht. da muss ich einen anteil in mir aktivieren, der sonst eher verkümmert sein dasein fristet: genauigkeit und unflexibilität. ansonsten geht alles schief. also habe ich brav alles nach anleitung gemacht, was sogar spass gemacht hat!, und siehe da: ein wahnsinns leckerer kuchen!

das beste am schluss: wochenende vorbei und trotzdem noch zwei weitere freie tage. muss isch fast weinen vor glück.

und noch eine ergänzung um 22:30 uhr: dr. strange. ich fands sensationell! 

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3 Gedanken zu “das gute am wochenende 28.-30.10.2016

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