das gute am wochenende 21.-23.10.2016

am wochenende fällt es mir oft schwer die alltagsgeschwindigkeit zu drosseln. das führt in der regel dazu, dass ich an den familienwochenende spätestens ab samstag mittag jeden nerve, weil alle in chilllaune sind und ich sie dabei störe. diesmal hatte ich freitag einen kapitalen migräneanfall, erneut, der mich ins stocken brachte. also beschloss ich, bis aufs wöchentliche einkaufen, am wochenende nichts weiter zu tun als nichts zu tun und zu schauen was so kommt. es kamen sehr viele wunderbare dinge dabei heraus- ein mittagsschläfchen, kaffeetschko und kuchen, eine feine kochsession und the good wife -binge watching. sonntag dann etwas mehr alltag wieder, lernen mit dem einen kind, läuse-checken auf allen köpfen (gott sei dank ohne fund, natürlich juckt es trotzdem weiter….) aber auch wandern im herbst. ich sollte viel mehr nichts tun! 

es ist nicht immer so einfach herauszufinden was man an sich mag. und das vorallem nicht mit dem zu verwechseln was man kann. ich mag zb meine allparteilichkeit in der arbeit und meine flexibilität, das kann ich halt. deshalb mag ichs. im moment spüre ich aber immer mal wieder dem nach was ich eigentlich so an mir mag, abgesehen von beruflichen qualitäten oder qualitäten die sonst da sind weil das leben das halt fordert – eine ausreichend gute mutter zum beispiel zu sein. ich finde man macht das zu selten. alle schauen immer auf die defizite, auf das was noch optimiert werden muss, was fehlt und was nötig ist. und wenn man dann mal den positiven blick schafft, dann geht das oft nur im vergleich mit anderen oder aber weil man vorher etwas getan hat was anlass zum positiven blick gibt. das ist schon alles recht – nur wenn ich dann einfach mal ohne anlass gut auf mich blicken möchte, dann hör ich schnell damit wieder auf. zu laut ruft der innere kritiker oder die vernunft oder aber der erhobene zeigefinger sich jetzt doch mal bitte nicht selbst toll zu finden so ganz ohne grund. am wochenende hab ich das mal geübt, diesen anspruchslosen, guten blick auf mich. und das war eine gute erfahrung. ich hab nämlich schnell festgestellt, dass dieser blick so gar nichts mit egoismus oder selbstverliebtheit zu tun hat sondern eher für ruhe und zufriedenheit sorgt und einem ablassen vom permanenten sorgen um irgendwas. so ein „alles ist gut, entspann dich!“ mag isch, mach isch ma weiter.

grüner wackelpudding mit vanillesauce. 


kleines igelglück im garten. ich bin eigentlich kein irrer tierfreund – flippe aber regelmäßig aus, wenn ich wildtieren begegne. als wir in italien im urlaub waren habe ich regelmässig auf nachtfahrten die familie mit abrupten bremsungen kirre gemacht, weil am strassenrand ein fuchs/dachs/reh oder sonst was stand und ich auf der strasse stehend mir das unbedingt näher ansehen musste. meine schönster urlaubsmoment war die begegnung mit einer sehr kleinen eule, die mitten in der nacht die fahrbahn watschelnd überquerte – ich hab mich vor lauter verzückung kaum mehr eingekriegt. irgendwie mag diese form von „einbruch“ der natur in  mein leben sehr. 

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