das gute im leben am 19.10.2016 ff. 

ich bin immer erstaunt wie so kleine dinge wie einmal familienabendessen zum griechen verlegen, die stimmung heben. ok kann auch der ouzo gewesen sein, aber es war nettes highlight mitten in der woche. ich esse beim griechen so gut wie nie fleisch (jemand nannte griechisches essen mal „verbranntes fleisch mit zitrone“ und ja. da ist was dran) dafür jedesmal tiropitakia, diese mit schafskäse gefüllten blätterteigtaschen. dafür könnte ich töten. musste ich diesmal nicht, dafür gabs dann gleich zwei portionen – wer sagt eigentlich, dass es immer eine hauptspeise als hauptspeise geben muss? 

am mittwoch dann ein erkenntnisgewinn der besonderen sorte. seit langem schlage ich mich jetzt schon mit der buddhistischen psychologie herum, es gibt viel was mich daran anzieht und gleichzeitig macht mir der buddhismus regelmässig knoten ins hirn vor lauter leere-begriffe und gewahrsein und „es gibt kein selbst!“ ich hasse es wenn ich die dinge, die ich sehr spannend und für mich förderlich erachte nicht vollumfänglich begreife. mittwoch nachmittag aber, als mein schwurbelkopf wieder sehr mit einem thema beschäftigt war, machte es plötzlich klick und mir wurden mit einem schlag die begriffe schmerz, leiden und anhaftung klar. das ist insofern sehr gut weil ich jetzt aufhören kann auf ihnen rumzudenken und zum anderen dieses eine thema mit anderen augen sehen kann. vielleicht schreibe ich zu dem einen wie dem anderen nochmal was – vorerst aber: alles sehr gut weil begriffen. ist ja oft schon die halbe lösung.

anmeldung bei der 16. bindungskonferenz. es geht um die macht von gruppenbindungen, was ich höchst spannend finde. ich versuche seit zwei jahren dorthin zu kommen, diesmal hats endlich geklappt. das thema bindung ist die grundlage meiner arbeit, kaum eines meiner berufskinder ist sicher und stark gebunden, alle wanken zwischen störung und unsicherem bindungsverhalten durch ihre beziehungsgeflechte. ich merke wie wichtig es ist, sich immer wieder damit zu beschäftigen – es schärft den blick für das wohl der kinder und ihrer speziellen bedürfnisse. aufholbar ist fehlende bindung nie mehr – aber sie kann kompensiert werden. 

über etwas gesprochen was mir nicht leichtfiel. dabei diesen spruch beherzigt und umgesetzt. 


hat funktioniert. 

meinen stolz spüren. und schweigen. 

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2 Gedanken zu “das gute im leben am 19.10.2016 ff. 

    • sehr gerne!
      (ich lese ja gerade auch im therapeutischen bereich recht viel amerikanische fachliteratur und bin immer wieder erstaunt wie anders dort die haltung zum klienten ist. da lässt sich viel von dem was du so geschrieben hast gut übertragen….auch was den buddhismus angeht habe ich bisher glaube ich nur amerikaner gelesen und bin gespannt ob sich da dann auch ein unterschied feststellen lässt – lehre ist ja eigentlich lehre….)

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