das gute im leben am 13.10.2016

kind I hat die ersten zweieinhalb jahre nach meinem auszug so gut wie nie bei mir in der wohnung übernachtet. ich konnte das ganz gut stehen lassen, weil wir ja keine umgangsregelung haben sondern eh immer geschaut haben, dass wir uns im bedürfnis nach den kindern richten – und das variiert nun mal. ausserdem war und bin ich ohnehin jeden tag in der familienwohnung und wir verbringen dort zeit und alltag als familie, es entstand also kein wirkliches defizit an „sich sehen“. und so schlief nur kind II an 2 tagen die woche bei mir. seit geraumer zeit jedoch wünscht kind II mehr übernachtungen und ist nun bis zu 4 mal pro woche am abend bei mir. wir fahren nach dem gemeinsamen familienabendessen zu mir und zur schlafenszeit kuscheln wir eine runde in meinem bett, meist will das kind diese situation dann auch nicht mehr verlassen. ich schlafe sehr schlecht wenn ein kind neben mir schläft. ich habe zwei sehr unruhige schläfer mit sich scheints vermehrenden armen und beinen je länger die nacht dauert. aber nachdem ich mich immer widersetzt habe mit der begründung, dass ich mir bei so frühen aufstehzeiten keinen abzug in der schlafdauer leisten kann, schmilzt mein widerstand von mal zu mal. denn mir ist klar geworden – das wird nicht mehr lange so gehen. kind II ist 10 einhalb und es sind die jahre abzuzählen wo es sich zu seiner mutter mit ins bett legen will. wo es kuscheln und gekrault werden will und wo nähe noch diese geborgenheit und nestwärme hat wie in der kindheit.  also freue ich mich sehr darüber und geniesse diese zeit und zweisamkeit von ganzem herzen. 

am mittwoch abend war ich mit m. bei einer lesung meines grossen bruders in münchen. es ist immer ein bisschen aufregend, wenn man den neuen mann an seiner seite der familie zeigt und gleichzeitig war den ganzen abend so grosses glück und gelassenheit in mir, dass es genau dieser mensch ist den ich an meiner seite und in meinem leben habe. die lesung war übrigens auch toll. 

ich weiss nicht was es ist, aber derzeit ist es sehr schwierig in der arbeit. auffällig viele psychische erkrankungen brechen sich die bahn, fast jeden tag gibt es in irgendeiner familie einen einsatz, so oft wie wir hier derzeit den sanka oder die polizei im haus könnte man mittlerweile schon eine dauereinrichtung draus machen. das alles ist nicht gut und sehr anstrengend. was aber wirklich sehr gut ist, ist das zusammenrücken und sich gegenseitig stärken und schützen der kollegen untereinander. so viel zusammenhalt, zueinanderstehen und miteinander tut der seele gut und hilft trotzallem weiterzumachen. ich liebe meine arbeit sowieso von ganzem herzen,  aber auch und besonders wegen meiner wunderbaren kollegen. 

wochenendevorfreude. 

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