selbstregulierungskräfte

ich bin in meiner arbeit seit jeher ein grosser fan von selbstregulierungskräften. das hat manchmal sicher was mit faulheit zu tun – nach 20 jahren kenne ich die systemschwierigkeiten meines klientels in und auswendig und weiss recht genau wann es sich lohnt die dinge hundertmal zu sagen und wann eben nicht. dann hat es manchmal was mit zeitnot zu tun – wenn 5 hütten gleichzeitig brennen lösche ich die, wo es mir am nötigsten erscheint und das kann durchaus auch die sein, die am wenigsten brennt. und manchmal hat es damit zu tun, dass ich zutiefst davon überzeugt bin, dass lösung immer aus dem system kommen sollte und nicht von aussen vorgegeben. das lässt sich in der arbeit im jugendamt natürlich nicht immer durchführen – bei einer kindeswohlgefährdung zb kommt die „lösung“ immer von aussen und das ist richtig und notwendig.

aber dann gibt es so fälle wie eben, im vorfeld alle zertritten, ich aus zeitnot nur im gespräch mit den einzelnen beteiligten. als ich nach monaten endlich wieder zeit finde, vereinbare ich einen gemeinsamen termin mit allen an einem tisch. bereite mich vor, hole vormund mit an den tisch, einen kollegen zur sicherheit. und dann? 

„joa ne. läuft alles. nee da haben wir eine umgangsregelung gefunden….“ „ja – wie? alle 4 beteiligten??“ „jo. ging schon.“ 

sowas liebe ich. denn jetzt weiss ich: da wirds so schnell nicht mehr brennen. die haben eine unorthodoxe lösung gefunden auf die ich im leben nicht gekommen wäre und die 100% für sie passt. 

aus welchen gründen auch immer – einfach mal auf die lösungskompetenz vertrauen.  

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