das gute im leben am 22.9.2016

* ich habe eine nachhilfelehrerin gefunden. kind II leidet (im wahrsten wortsinn) unter dyskalkulie. anders als legasthenie wird diese nicht als teilleistungsschwäche anerkannt. geerbt hat sie das von mir, ich habe mich durchs gymnasium gebracht weil ich den jährlichen mathe 5er im zeugnis immer mit anderen noten kompensieren konnte. nach zahlreichen gesprächen mit allen beteiligten (es macht mich irre btw welche defizitäre lehrerhaltungen einem begegnen….) geht es nun darum, das kind zu unterstützen und die eltern-kind beziehung zu entlasten und zu hoffen, dass dieses punktuelle lernen wenigstens den 4er ermöglicht. was ich immer wieder merke: in krise und unklarheit schlägt meine grosse orgastunde. kind also versorgt, schienen gelegt und jetzt mal sehen wie der zug so drauf fährt.

* ich hab seit neuestem einen schrittzähler. der kollege meinte spontan, was für ein unsinn das sei einer person wie mir jetzt auch noch einen schrittzähler zu verpassen – ich wäre ohnehin ständig in bewegung, aber ich finds klasse und werde natürlich mit jedem tag ehrgeiziger. gestern nachmittag also beim blick auf den zähler noch schnell beschlossen mit dem einen kind eine kleine wanderung zu machen. so werde ich auf meine alten tagen anscheinend noch tatsächlich teilneurotisch wenn die zahl auf dem gerät nicht die ist die ich da haben will…..

* das gespräch mit der kollegin über kinder, haltungen und seminarideen. das damit endet, dass wir mit verblüffung feststellen wie ähnlich wir uns sind obwohl wir sehr unterschiedlich sind. ich bin nie ein grossartiger gruppenmensch gewesen, ich gehe problemlos in solche hinein, ich habe keine scheu und bin sehr offen – aber heimisch werde ich nie in ihnen. ich bewahre mir immer meinen einzelposten in mitten einer herde. mit dieser position habe ich mehr oder weniger meinem frieden gemacht, sie bringt gleichermaßen freiheit und unabhängigkeit wie einsamkeit und einzelkämpfertum hervor. eine ambivalenz in der ich mich bewege, seit ich mich bewege. deshalb sind momente der übereinstimmung ein unglaublicher aha-moment, weil sie mir zeigen, dass ich mit verschiedenen denken und meinungen und haltungen nicht so alleine bin wie ich das manchmal meine zu sein.

* herbstanfang. sehr schön.

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9 Gedanken zu “das gute im leben am 22.9.2016

  1. Das ist so eine tolle Idee. Ich dachte mir auch schon oft, dass man neben all dem Alltagsmist und den großen und kleinen Problemchen und Sorgen auch mal das Gute festhalten sollte. Gerade wenn der Himmel grad mal wieder ein bisschen grauer ist, die Sonnenstrahlen zwischen den Wolken sehen. Ich glaub ich übernehme das auch, wenn ich darf. 😘

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    • 😂 ein weiteres mitglied im matheclub! ich hab im baden-württembergischen abi nach einer halben so tun als ob aufgegeben und mit würde die 0 punkte getragen 🙂

      punkt 2 ist im grunde ein ausbund an bescheuertheit – aber es geht da um eine art schrittbattle mit meiner rekonvaleszenten mutter die meint sie würde mehr schritte gehen als ich….und so wettbewerbssituationen kann ich schlecht ignorieren 😉

      Gefällt 2 Personen

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