now and then.

ich hab immer gedacht, wenn ich nochmal eine neue beziehung beginne, dann weiss ich wie der beziehungshase läuft. ich habe mir das alles sehr entspannt vorgestellt – glückdurchströmt sah ich mich hand in hand über blühende wiesen hüpfen, einen mensch an meiner seite, der mich wortlos verstehen würde, mir jeden wunsch von den augen, lippen und sonstwo abliest, vereint in allen grundsätzlichen meinungen, werten, wahrnehmungen und wünschen. nach zwei gescheiterten langen beziehungen war für mich klar, dass ich jetzt! endlich! begriffen hatte, wie beziehung geht. eliteendboss level 100 durchgespielt, alles klar.

das dachte ich genau so lange, wie dieser eine mensch in mein leben trat. und ich feststellen durfte – neben hüpfen und glücksdurchströmt und vereint gibt es da auch eine menge stolpern, fallen und das gefühl manchmal ein alien vor sich stehen zu haben. ich vermute sehr schwer, das beruht auf gegenseitigkeit.

im grunde vergeht kaum ein sehen wo nicht klar wird, was eigentlich beziehungsarbeit bedeutet und auch wenn es rosa dioptrien gibt – das zunehmende alter und die erfahrung gescheiterter ehen sorgt für einen wachsameren blick auf die themen und ein schnelleres absetzen der brille als noch vor 20 jahren. und auch wenn es mich manchmal extrem stresst und auch hier denke ich gibt es durchaus das gefühl von gegenseitigkeit, so merke ich doch, wie schnell sich die spreu vom weizen trennt und sich der wert oder vielmehr die qualität von beziehung zeigt. wo ich früher noch gezögert und abgewartet hätte, ob sich die erwünschte änderung nicht von selbst einstellt (ein wunder! ein wunder!) spreche ich heute die dinge an oder werde angesprochen. ich erlebe das als ein brandneues feature, das sicherlich anstrengend ist, aber ich habe tatsächlich keine lust mehr, meine beziehungszeit mit abwarten und ungeklärtheiten zu verbringen. damit lässt es sich für mich, auch in vielen anderen bereichen meines lebens, mittlerweile nämlich ganz schlecht leben. das leben wartet einfach nicht mehr  – nicht mehr so wie noch vor ein paar jahren. ich bin mir meiner selbst mit all meinen bedürfnissen, ecken und kanten zu bewusst um sie ignorieren zu können oder aber auch mein gegenüber zu verschonen.

es könnte manchmal vielleicht tatsächlich leichter und unkomplizierter oder auch ruhiger sein. aber was ich gewinne an augenhöhe, klarheit, eigenem wachstum aber vorallem liebe – das wiegt alles auf und gibt es mir doppelt und dreifach zurück.

und das beruht hoffenlich auch auf gegenseitigkeit.

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