hier wie dort.

drei syrer stehen unter meinem wohnzimmer und unterhalten sich mit meiner vermieterin. sie wollen ausrangiertes schlafzimmermöbiliar abholen, es gibt diskussionen wie das alles in den kleinen hänger passen soll, den die drei mitgebracht haben. meine vermieterin redet dabei konsequent bayerisch, die drei syrer konsequent arabisch. sie lachen und erzählen sich alles mögliche – meine vermieterin von der uroma, die jetzt ins heim muss und deswegen das schlafzimmer aufgelöst wird, sie erzählt die geschichte des 3 höfe weilers in dem wir leben und die syrer erzählen auch sehr viel. am ende umarmen sich alle, der hänger ist irgendwie beladen, schert grad keinen ob das hält, „woast eh is sonntag, sonst darats des oafach wieda von der stross klaube!“ und dann trennt sich das grüppchen.

das fremde – es kommt an hier unten auf dem land. es zeigt sich in sprache, aussehen, umgang, auftreten und es wird angenommen als das was es wird, wenn man sich drauf einlässt ohne angst um den eigenen identitätsverlust: alles menschen. hier wie dort.

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