again the space.

vor ein paar jahren stolperte ich über das bukowski zitat 

there is a place in the heart that will never be filled. a space. and even during the best moments, and the greatest times, we will know it. we will know it more than ever. there is a place in the heart that will never be filled and we will wait and wait in that space.

irgendwas gab es was mich es aufschreiben liess – hätte man mich gefragt was es mich festhalten lässt, hätte ich gesagt die sprache vielleicht? das bild dieses leeren platzes? ich hätte es nicht genau benennen können. als ich es vor ein paar wochen hier hinterliess, da fühlte ich diesen leeren platz sehr deutlich in mir und mir kam das zitat in den sinn. immer noch hätte ich nicht genau sagen können, was es in mir berührt, wo die worte so ins schwarze treffen. es war so eine diffuse mischung aus endlich worte gefunden zu haben für etwas, das ich noch nicht mal selbst benennen konnte. songtexte haben manchmal eine ähnliche wirkung. es ist eine starkes gefühl von „genau das meine ich!“ aber der zugang zum genauen verstehen und erklären können ist noch dicht.

heute beim joggen schoss mir plötzlich wieder die zeile durch den kopf „theres a place in the heart that will never be filled“ und als ob sich der schleier mit einem ruck hebt, wusste ich worum es für mich in diesem zitat geht. und es riss mir fast den boden unter den füssen weg, weil so sichtbar wurde warum gerade jetzt und eben nicht vor jahren oder monaten oder wochen mir der sinn plötzlich bewusst wird. 

dieser platz im herzen wird nicht mehr gefüllt. er hätte gefüllt werden müssen, vor so vielen jahren, aber das ist nicht geschehen. und mit nichts anderem auf der welt kann er nachträglich gefüllt werden – nicht durch kinder, durch beziehungen, durch arbeit, erfolg, durch sich selbst. niemand anders ist für diesen platz verantwortlich als diejenigen, die ihn so gestaltet haben. niemand anders wäre dafür verantwortlich gewesen als diese beiden menschen, denen er anvertraut wurde. und deshalb ist auch heute niemand anders für seine füllung verantwortlich. 

er ist das was er ist und was er bleiben wird – ein platz in meinem herzen, schmerzhaft leer und das für immer. ich sitze schon lange an diesem platz und warte. habe andere menschen an diesen platz gezerrt, ihnen mein leid über die leere geklagt, sie verführt, bekniet, überredet ihn zu füllen. er blieb was er immer war. 

und heute – und es ist fast ein irrsinn, dass ich so lange für das begreifen brauchte – wurde mir klar: das wird nichts mehr, das kann es nie mehr. und dann der gedanke ok. aber was stattdessen? was mache ich nun mit diesem platz? 

ich denke viel wahl bleibt mir nicht. ich werde ihn wohl weiter in meinem herzen tragen, aber ich werde die verantwortung für ihn lassen wo sie hingehört und versuchen niemanden mehr für seine füllung verantwortlich zu machen. ich werde versuchen, mir neue plätze anzusehen und diesen gestaltungschancen geben. ich werde ihn versuchen anzunehmen als etwas ungelöstes und unerhörtes, längst verlorenes, das schon immer zu mir gehörte. er hat mich geprägt, der platz, aber das muss er nicht weiter tun. 

theres a place in the heart that will  never be filled. and i will no longer wait in that space. 

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3 Gedanken zu “again the space.

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