zwischen den polen.

woher zum henker kommt dieses unseelige bestreben ununterbrochen kategorisieren zu wollen? unsere gesellschaft scheint sich nur noch in schwarz-weiß bezügen bewegen zu können: männer-frauen, dick-dünn, fleischfresser-veganer, feminist-sexist, dafür-dagegen, schwarz-weiß.

es ist nicht zum aushalten! wo ist der gute alte mittelweg? das mittelmaß? die goldene mitte? das recht unsicher oder unklar in seiner meinung zu sein? oder einfach noch keine zu haben? es verursacht innere spannung, wenn man sich in einer sache nicht festlegt, dieses verharren zwischen den polen. weil man daraus resultierende unsicherheit auch erstmal aushalten muss. vielleicht können das die wenigsten menschen, oft exponiert man sich ja auch damit, und so schnellen sie sofort auf die pole, dort ist ja alles so schön klar und geordnet. dort gibt es keine spannungen, weil es nur eine meinung gibt. dort ist man auch in gesellschaft. abgrenzung dem anderen pol gegenüber schafft keine spannung, man muss nicht abwägen, man nur seins verteidigen. und verteidigen geht immer einfacher als auseinandersetzen mit dem konträren.

die mitte aber, mit ihrer tendenz zum nicht festgelegt sein, zur offenheit in alle richtungen, schafft verhandlungsspielraum, schafft möglichkeiten die augen und ohren offen zu lassen für alle facetten eines themas und damit letztendlich eins: toleranz.

ash beckham hat zu diesem thema einen sensationellen tedx-vortrag gehalten „when to take a stand and when to let it go“

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Ein Gedanke zu “zwischen den polen.

  1. und das dazwischen verursacht nicht nur spannung, die ausgehalten werden muss, sondern erfordert auch nachdenken. dies kommt aber ja bei der schnellen reaktionszeit in den „sozialen medien“ viel zu kurz. es scheint, als ob mensch sich – zack – ganz schnell entscheiden muss für eine seite, weil sonst die eigene unsicherheit erkennbar würde.

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