babylon. 

ich lerne eine neue sprache. 

noch ist vieles ganz unverständlich, die laute klingen so anders und auch fremd, sie ergeben nicht immer sinn und manchmal hängen sie so in der luft und ich betrachte sie und bin frustriert und verunsichert weil sie sich mir nicht erklären und ich nichts verstehe. dann versuche ich in meinem gegenüber die bedeutung zu erkennen, im blick, in der gestik, in der berührung. das ist oft noch schwieriger, weil worte etwas zum festhalten sind wohingegen das wortlose meiner wahrnehmung ausgesetzt ist, die sich wie ein filter über das gesprochene legt und es verändert wie sie will, wie sie es kennt. 

diese sprache zu lernen ist ein ständiges inneres nachhaken welche bedeutung wohl dieses oder jenes wort hat. ein überlegen, wie es wohl in meiner sprache heisst, ob es diesselbe bedeutung hat oder eine andere. ein ringen ums verstehen und verstanden werden. aber ganz besonders ein mich in gelassenheit üben, dass ich nicht sofort verstehe, nicht sofort sprechen kann. es ist ein zartes herantasten – 
und nichts will ich mehr, als diese sprache zu lernen. 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s